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Das Kyoto-Protokoll für Schulen

Ein Projekt zur Unterstützung der Eigeninitiative von Jugendlichen, CO2 bewusst einzusparen.

 

Warum das Kyoto-Protokoll für Schulen?

Mit diesem Projekt soll nicht nur das Thema Klimawandel, Treibhauseffekt und Kyoto-Protokoll in die Klassenzimmer gebracht werden, sondern auch die Eigeninitiative jedes einzelnen Schülers geweckt werden, aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Es wird deutlich, wie einfach es ist, an der Erhaltung der Welt teilzuhaben, ohne viel Geld auszugeben und dabei sogar zu sparen. Denn fast täglich werden uns die Folgen der globalen Klimaerwärmung deutlich. Damit der Prozess des Treibhauseffekts verlangsamt, verhindert oder zumindest eingedämmt wird, hat jeder, auch jeder Jugendliche die Möglichkeit, dies durch kleine Veränderungen im Alltagsleben zu unterstützen. Und wenn es nur das Auswechseln der gewöhnlichen Glühbirne im eigenen Zimmer durch eine Energiesparlampe ist.

Download:

Kyoto-Protokoll für Schüler (22,6 KB)
Kyoto-Protokoll für Klassen (22,4 KB)

 

Wie funktioniert die Erstellung und Auswertung des Kyoto-Protokolls?

Zunächst füllt jeder Schüler vor der Erstellung des Klassen-Protokolls, ein eigenes persönliches Protokoll aus und errechnet die eignen CO2-Einsparungen. So bekommen die Schüler ein Gefühl dafür, wie viel bereits kleine Maßnahmen bewirken können und welche Maßnahmen besonders effektiv sind.

Anschließend verliest der Lehrer die einzelnen Bedingungen des Klassen-Protokolls (Beispiel: Ich trinke keine Getränke aus Aludosen) und jeder Schüler, der sich vornimmt die Bedingung in Zukunft zu erfüllen, meldet sich. Der Lehrer trägt die Anzahl der sich meldenden Schüler ein und errechnet die CO2-Einsparungen nach folgendem Prinzip:

 

Umrechnungszahlen
1.1 1 - 7,64
1.2.1 1 - 25,2
1.2.2 1 - 2,52
1.2.3 1 - 1,8
1.2.4 1 - 2,88
1.2.5 1 - 1,44
1.2.6 1 - 3,6
1.3 1 - 2,52
2.1 1 - 0,312
3.1 1 - 7,2
4.1 1 - 1,08
4.2 1 - 3,5
5.1 1 - 51,8

Wobei die 1 für einen Schüler steht. Die Menge an CO2, die dadurch gespart wird, muss mit der Zahl der bereitwilligen Schüler multipliziert werden. Das Errechnen kann die Klasse übernehmen.

Nach der Errechnung wird das Protokoll vom Klassenleiter unterzeichnet.

 

Das Kyoto-Protokoll

Die Vertragsstaaten haben das Ziel, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahre 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Die einzelnen Länder haben dabei unterschiedliche Vorgaben, die vor allem von ihrer wirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Für die EU ist eine Senkung der Emissionen um 8 Prozent vorgesehen, Russland und die Ukraine haben sich dazu verpflichtet, das Emissionsniveau von 1990 nicht zu überschreiten, und für die Volksrepublik China, Indien und für Entwicklungsländer sind keine Beschränkungen vorgesehen.

Das Protokoll wurde in der japanischen Präfekturhauptstadt Kyoto verhandelt und 2005 verabschiedet. Es sollte jedoch erst in Kraft treten, sobald mindestens 55 Staaten, die zusammengerechnet mehr als 55 % der Kohlenstoffdioxid-Emissionen des Jahres 1990 verursachten, das Abkommen ratifiziert haben. Die Zahl von mindestens 55 teilnehmenden Staaten wurde mit Islands Ratifikation am 23. Mai 2002 erreicht. Mit Russlands Ratifikation unter Putin am 18. November 2004 mit etwa 18 % Anteil der CO2-Emissionen wurde auch die zweite Bedingung erfüllt, worauf das Kyoto-Protokoll 90 Tage nach der Ratifizierung durch das Russische Parlament am 16. Februar 2005 in Kraft trat. Zu diesem Zeitpunkt hatten 141 Staaten ratifiziert, die zusammen 85% der Weltbevölkerung und einen CO2-Ausstoß von 62% abdeckten.

Einige Staaten, wie die USA, Australien, Kroatien und das Fürstentum Monaco, haben das Protokoll zwar unterzeichnet, nun aber angekündigt es nicht zu ratifizieren. Mehrere OPEC-Staaten ("Organization of the Petroleum Exporting Countries" (Organisation erdölexportierender Länder))  haben hingegen ihre Vorbehalte aufgegeben und ratifiziert. Allerdings haben die meisten beigetretenen Staaten ihren Kohlendioxid-Ausstoß seit 1990 drastisch erhöht, so dass das ursprüngliche Ziel der Industrieländer, die Emissionen um durchschnittlich sechs bis acht Prozent zu senken, in weite Ferne gerückt ist.

Inzwischen sind 168 Staaten dem Kyoto-Protokoll entweder beigetreten, haben es ratifiziert oder dem Protokoll zugestimmt.

 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kyoto-Protokoll