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Von 14.30 bis 16 Uhr finden folgende Impulse zeitgleich auf der Regionalkonferenz statt.

Impuls 1

Finanzielle Anreizsysteme in Schulen
Lothar Eisenmann, ifeu GmbH Heidelberg

Zu den wichtigsten Motivationsmöglichkeiten für Klimaschutzprojekte in Schulen zählen finanzielle Anreize. Dahinter steckt die grundsätzliche Überlegung, dass diejenigen Schulen, die dem Schulträger Ausgaben ersparen, zumindest einen Teil der eingesparten Mittel zur freien Verfügung erhalten sollten. Ohne eine Erfolgsbeteiligung bleibt die Zahl der aktiven Schulen sehr klein. Mittlerweile haben sich verschiedene Anreizmodelle entwickelt. Die meisten Modelle arbeiten verbrauchsabhängig, andere belohnen eher die pädagogische Aktivität an den Schulen.

Im Rahmen des Workshops werden alle bewährten Anreizsysteme (fifty/fifty, 3/4plus, 30:40:30, Wettbewerbe und pädagogische Anreizsysteme) vorgestellt und durch Beispiele verschiedener Städte und Kreise illustriert. Vor- und Nachteile können diskutiert werden, Fragen zu allen Aspekten werden beantwortet, Lösungen für Probleme werden beschrieben.

Impuls 2

Unterstützungsstrukturen für die Flächenländer Niedersachsen und
Schleswig-Holstein

Dirk Schröder-Brandi, e.u. (z) e.V.

Es werden die vorhandenen Unterstützungsstrukturen für Schulen in den Flächenländern beleuchtet und Beispiele guter Praxis vorgestellt. Ausgehend von den Wünschen der Schulen werden Faktoren für eine optimale Unterstützung von Klimaschutzaktivitäten der Schulen auf lokaler, regionaler und Landesebene herausgearbeitet.

Hierzu zählen u.a. die Angebote von außerschulischen Lernorten, der regionalen Wirtschaft wie auch von Vereinen/ Institutionen, die die Schulen mit ihrer Expertise unterstützen können.

Impuls 3

Klimaschutzpläne schmieden und Klimaschule werden
Björn von Kleist, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Hamburg

Das Projekt „Klimaschutz an Schulen“ unterstützt Hamburger Schulen bei der Erarbeitung von schulinternen Klimaschutzplänen. Die Schulen formulieren dafür Ziele im pädagogischen Bereich sowie reale CO2-Einsparziele. Kernstück des schulinternen Klimaschutzplanes ist eine Tabelle, in der alle geplanten Maßnahmen mit Umsetzungsterminen, Verantwortlichkeiten und ggf. CO2-Einsparvolumina zusammengefasst werden. Die Klimaschutzpläne erstrecken sich zeitlich bis 2020 und sind in verschiedene Handlungsfelder gegliedert: Wärme, Strom, Abfall, Mobilität, Ernährung, Beschaffung und übergreifende Maßnahmen. Das Projekt unterstützt die Schulen durch Klimaberatungslehrer, die den Prozess der Erarbeitung des Planes gemeinsam mit der Schule gestalten, eine Fortbildungsreihe für die beteiligten Lehrer, Angebote für Schülerinnen und Schüler, Materialbereitstellung u.a. Am Ende des Erarbeitungsprozesses können sich die Schulen für das „Gütesiegel Klimaschule“ bewerben. Dieses Gütesiegel wurde bewusst so ausgelegt, dass es von anderen Bundesländern übernommen werden kann.

Obwohl schon einige Schulen in Hamburg vor Beginn des Projekts zum Klimaschutz gearbeitet haben, ist diese Form der systematischen Arbeit im Klimaschutz von den Schulen gut angenommen worden. Schulen können sich an dem Projekt nur beteiligen, wenn das höchste Gremium der Schule, die Schulkonferenz – dem zugestimmt hat, damit ist die Erarbeitung und Umsetzung von Klimaschutzplänen auch eine Maßnahme zur Schulentwicklung in Hamburger Schulen.

Impuls 4

Erneuerbare Energien mit LEGO Education
Manuel Friedrich, Technik LPE

Sie kennen das LEGO Mindstorms NXT-System oder das Set Naturwissenschaft und Technik schon? Erweitern Sie Ihren Unterricht zu naturwissenschaftlichen und technischen Grundlagen mit Experimenten zum Thema Energie und Datenaufzeichnung. Lernen Sie durch den Einsatz von Körperkraft, Sonne, Wind und Wasser das Umwandeln, Speichern und Nutzen verschiedener Energiearten kennen. Sie führen im Workshop Energiemessungen durch, zeichnen Messergebnisse auf, analysieren diese und bauen Modelle zum Steuern und Regeln von Energieanlagen unter Anwendung vielseitigen Arbeitsmaterialien.

Impuls 5

Wie Schule und Schulträger zu einem Team für den Klimaschutz werden
Thomas Myslik, Energienetzwerk Nordwest

Schüler und Lehrer, sparen durch Verhalten Energie ein, die Gemeinden als Schulträger, überweisen weniger Geld an den Energieversorger. Danach teilen sich beide den Gewinn.
So einfach wie sich diese Win-Win-Situation anhört, scheint es doch nicht zu sein!

Andernfalls wäre ein solches System ein Selbstläufer, bei dem der Klimaschutz der lachende Dritte wäre. Warum ist es nicht so und welche Bedingungen sind notwendig, damit die Partner Schule und Gemeinde sich auf einander einlassen können.

Das Energienetzwerk-Nordwest, das seit 2006 aus knapp 30 Gebietskörperschaften  in der Metropolregion Bremen-Niedersachsen besteht, will in diesem Workshop der Frage nachgehen und Lösungswege aufzeigen.

Impuls 6

Exkursionsportal Energieparcours-Nordwest.de
Dr. Verena Niesel, Universität Oldenburg

Fachdidaktisch ausgearbeitete Exkursionen für Schulklassen zu Biogas- oder Windkraftanlagen und anderen Energiestandorten in der Nordwest-Region bietet der „Energieparcours-Nordwest“.

Er ist eine Initiative des Projektes „Bildung für eine nachhaltige Energieversorgung und -nutzung“ der Universität Oldenburg. Schülerinnen und Schüler gewinnen Einblicke in die Energiebranche, bekommen anschaulich theoretische Grundlagen vermittelt und können sich über Berufsbilder im Bereich der erneuerbaren Energien informieren. Einen Überblick über die aktuellen Exkursionsangebote und die Buchung der Exkursionen ist über ein Webportal möglich: www.energieparcours-nordwest.de

Schülerakademie „Klimawandel“
Christel Sahr, Regionales Bildungsnetzwerk Klima und Energie,
Edgar Knapp, RUZ Oldenburg

Das Umweltbildungszentrum Oldenburg und die Biologiedidaktik der Universität Oldenburg veranstalteten im letzten Jahr eine Schülerakademie zum Thema „Klimawandel“. Schülerinnen und Schüler aus Klasse 8, 9 und 10 setzten sich in sieben spannenden Workshops aktiv mit der Klimaproblematik auseinander. Mit dabei waren u. a. Rollenspiele, Experimente, eine Zukunftswerkstatt und die Produktion von Audioclips mit Bürgerinterviews. Ziel war es, nicht nur Fachwissen zum Klimawandel zu gewinnen, sondern die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu fördern, Sachinformationen aus Politik und Medien bewerten zu können und kompetente Entscheidungen z. B. im eigenen Konsum- oder Mobilitätsverhalten treffen zu können. Die in der Schülerakademie angebotenen  Workshops zeigen innovative Methoden, die auch in Unterricht oder an Projekttagen realisiert werden können.